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Lombardkredit

Der Lombardkredit wird durch einen Sach- oder Vermögenswert bzw. durch ein verbrieftes Recht, gesichert. Meistens handelt es sich beim Lombardkredit um einen Kredit mit einer kurzen Laufzeit.

Ein Kreditnehmer, der den Lombardkredit aufnimmt, übergibt dem Kreditgeber als Sicherheit ein Pfand. Das Pfand, muss einen höheren Wert haben, als der aufgenommene Kredit. Der Kreditgeber, wird durch die Übergabe des Pfandes nicht zum Eigentümer, sondern zum Besitzer.

Banken, konnten bei der Deutschen Bundesbank, bis zur Euro Einführung, Titel beleihen, die lombardfähig sind um ihre Liquidität zu erhöhen. Lombardfähige Titel, sind Geldmarktpapiere, Staatsanleihen sowie Wechsel und andere, an der Börse gehandelte Wertpapiere. Die Papiere, konnten bis zu 75% ihres Wertes beliehen werden. Für den Lombardkredit, musste der vereinbarte Zinssatz bzw. Lombardsatz, bezahlt werden.

Im Privatbereich, kommt der Effektenlombardkredit zum Einsatz. Die Privatkunden, geben der Bank ihre Wertpapiere als Pfand um, zum Beispiel ein Auto zu kaufen oder sonstige größere Anschaffungen zu tätigen ohne ihre Wertpapiere zu verkaufen. Bis zur Rückzahlung vom Kredit, verbleiben die Wertpapiere im Besitz der Bank. Um den Leverage- Effekt auszunutzen, wird der Effektenlombardkredit von Anlegern in Anspruch genommen.